Perspektive Teilhabe

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Perspektive Teilhabe: Unterstützung von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit – Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe für Geflüchtete

 

Im Zentrum des Projekts Perspektive Teilhabe stehen die Aktivitäten der Freiwilligen bzw. Ehrenamtlichen in der aktuellen Flüchtlingsarbeit. Das Augenmerk des Projekts richtet sich dabei genau auf jene Akteurinnen und Akteure sowie Themenfelder, in denen gesellschaftliche Teilhabe verhandelt, erprobt und diskutiert wird. Dabei sind besonders solche Strukturen für uns interessant, die noch vergleichbar jung in diesem Feld agieren.
Leitbild des Projekts ist die Idee, Personen und Strukturen auf verschiedenen Wegen in ihren Prozessen der interkulturellen Öffnung der Gesellschaft zu unterstützen und Hilfe dabei zu leisten aktive Teilhabestrukturen zu entwickeln.


Das beinhaltet u.a.:

  • eine kritische Selbstreflektion der eigenen Werthaltungen und Handlungsmaxime in der Freiwilligenarbeit, genauso wie handlungsleitende und pädagogische Vorschläge, wie gesellschaftliche Teilhabe auch praktisch gelebt werden kann
  • einen reflektieren Prozess der Freiwilligen über ihre Selbst- und Fremdbilder
  • eine akzeptierende Haltung, die Veränderungen in den Lebensentscheidungen der Menschen als gegeben voraussetzt
  • ein Verständnis von Integration als einem wechselseitigen Prozess und eine Aufgabe sowohl für die Ankommenden wie auch für die Aufnehmenden
  • Auseinandersetzung mit Werten und Modellen des Zusammenlebens in Vielfalt.

 

Das Projekt setzt bei der Recherche der relevanten Bedarfe, Fragen und Strukturen des Ehrenamts in diesem Feld an, um daraus konzeptionelle Vorschläge zu entwickeln, wie sich diese Erhebungen praktisch in der Vernetzung und Bildung umsetzen lassen.

 

Das Projekt agiert deshalb auf vier zentralen Ebenen:

1. Analyse: Ausgangspunkt der Analyse ist die Untersuchung der Modelle und Strukturen der Freiwilligenarbeit, von Zukunftsthemen und Wertorientierungen. Die Recherche orientiert sich an Fragestellungen wie u.a.:

 

Wer engagiert sich aktuell im Ehrenamt in Prozessen der Integration von Geflüchteten? Was sind die Motive für dieses Engagement? Welche Hintergründe und Vorerfahrungen haben die Akteurinnen und Akteure? Welche Werthaltungen und Ideale verbinden sie mit ihrem Engagement? Was machen die Aktiven, wo und mit wem?

 

2. Vernetzung: Die Landschaft der Akteurinnen und Akteure im Feld des Engagements ist breit gestreut und vielfältig. Neue Netzwerke entstehen und ältere Strukturen organisieren sich um. Ziel des Projekts ist es, sich an diesen Vernetzungsprozesse zu beteiligen. Dies erfolgt durch die Einbettung in diverse Netzwerke über Social Media, Tagungen und Vernetzungstreffen. Aber auch durch die eigenen Angebote des Projekts wie der AG Teilhabe, über selbst organisierte Veranstaltungen und thematische Workshops.

 

3. Bildung: Gesellschaftliche Teilhabe setzt voraus, dass die Beteiligten Zugänge zu relevanten Informationen haben, ein Verständnis der Strukturen entwickeln können und in Aushandlungsprozesse einbezogen werden. Teilhabe oder Partizipation können gleichberechtigte Zugänge für Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen eröffnen und einen Beitrag zur Verständigung und Integration leisten und bei den Freiwilligen das Bewusstsein für ihre gesellschaftliche Relevanz stärken. Der Bildungsbereich
des Projekts zielt deshalb darauf, praxisnahe Angebote zu konzipieren, zugänglich zu machen und in Form von Thementagen und Workshops zu vermitteln.

 

4. Medien und Material: Die verschiedenen Ebenen des Projekts werden durch kontinuierliche Medienarbeit begleitet. Hierzu werden die Ergebnisse in Form von Working Papers, Handreichungen und pädagogischen Materialien aufbereitet und veröffentlicht. Auch die begleitende Arbeit in den Sozialen Medien in Form eines Working Space hilft, weitere Synergien zu entwickeln.

 

Die Laufzeit des Projekts Perspektive Teilhabe bis Sommer 2019 ermöglicht es uns, auf die Entwicklungen und Bedarfe in der Forschung und Praxis zu reagieren und dementsprechend unsere Handreichungen und Angebote zu verändern. Ziel ist es, Konzepte zu entwickeln, die auch in den nächsten Jahren Hilfestellungen bei der Arbeit in Netzwerken und Gruppen in dem Themenfeld Migration, Teilhabe und Vielfalt sein können.

 

Das aktuelle Working Paper "Freiwilligenarbeit mit Geflüchteten - Forschungsstand zum freiwilligen Engagement mit Geflüchteten unter Aspekten gesellschaftlicher Teilhabe und politischer Bildung" können Sie sich hier herunterladen.

 

Der Workshop "Auf Augenhöhe - Gemeinsam mit Geflüchteten vor Ort etwas bewegen" findet am 3. und 4. März in Dortmund statt. Der Workshop stellt das Thema gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation ins Zentrum. Dabei geht es darum, wie Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Menschen möglich sind und was es braucht, um mit der Vielfalt unter Menschen angemessen umzugehen. Den Flyer zu dem Workshop können Sie sich hier herunterladen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Tanja Berg: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Das Projekt wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung und der Robert Bosch Stiftung finanziert.

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